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Sonntag, 05.09.2010

Der Mond

Mond am 05.09.2010
Abnehmende Sichel
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Vorsicht Fälschung! Drucken
ArzneimittelfälschungDer kriminelle Handel mit gefälschten Medikamenten ist ein weltweites Problem. Die WHO schätzt, dass etwa 10 Prozent der Medikamente weltweit gefälscht sind.
Die regionalen Schwankungen sind enorm: In Industrienationen wie Deutschland sind schätzungsweise weniger als ein Prozent gefälscht. In Entwicklungsländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas hingegen liegt der Anteil der gefälschten Medikamente zwischen 10 und 30 Prozent.
Durch den Intenetversandhandel oder Fernreisen erreichen gefälschte Medikamente zunehmend Europa. Das größte Risiko für deutsche Verbraucher stellen unseriöse Internetseiten dar: Hier liegt der Anteil gefälschter Medikamente bei über 50 Prozent.

Was wird gefälscht?
Jedes Medikament kann gefälscht sein, unabhängig davon, ob es rezeptpflichtig ist oder nicht, egal ob Originalprodukt oder Nachahmerpräparat. Besonders häufig werden Medikamente gefälscht, mit denen Kriminelle großen Umsatz machen - die also teuer sind oder häufig eingesetzt werden.

Alles an einem Medikament kann gefälscht sein. Einige Beispiele:
  • Es ist kein Wirkstoff oder weniger Wirkstoff enthalten als angegeben.
  • Es ist ein anderer Wirkstoff enthalten - mit anderen, möglicherweise gesundheitsschädlichen Wirkungen.
  • andere, möglicherweise schädliche, Hilfsstoffe werden verwendet, oder das Medikament ist verunreinigt, zum Beispiel mit Schwermetallen.
  • Der Beipackzettel oder die Verpackung sind verändert oder fehlen.

Quelle: ABDASo erkennen Sie ein gefälschtes Medikament:

Verbraucher sollten kritisch sein, wenn

  • ein rezeptpflichtiges Medikament ohne Vorlage eines Rezeptes erhältlich ist oder nach einer "Online-Konsultation" eines Arztes versendet wird.
  • das Medikament in einer ungewöhnlichen Verpackung versendet wird, zum Beispiel in einer Plastiktüte - oder ohne Verwendbarkeitsdatum und Chargenbezeichnung.
  • der Beipackzettel fehlt oder gekürzt ist.
  • die Verpackung anders aussieht als bei anderen Packungen des gleichen Medikaments.

Wenn Sie den Verdacht haben, ein gefälschtes Medikament gekauft zu haben, wenden Sie sich bitte direkt an uns. Jede noch so echt wirkenden Fälschung kann durch eine chemische Untersuchung erkannt werden. Nehmen Sie das Medikament nicht weiter ein, solange ein Verdacht auf eine Fälschung besteht.

So können Sie sich vor Fälschungen schützen:

  • Kaufen Sie keine Medikamente bei unbekannten oder unzuverlässigen Anbietern.
  • Die sicherste Möglichkeit: Beziehen Sie Ihre Medikamente bei der Apotheke vor Ort z.B. bei uns!
  • Kaufen Sie auf keinen Fall Medikamente bei Internet-Versendern, die mit Massenmail (Spam) werben.
  • Bei Fernreisen: Kaufen Sie keine Medikamente auf Märkten oder von Einzelpersonen auf der Straße.

Quelle: ADBA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
 
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